Gitarrenverstärker kaufen...

GitarrenverstärkerIn der Verstärkertechnologie hat sich in den letzten fünf Jahren enorm viel getan. War es noch vor fünfzehn bis zwanzig Jahren ein Muss, einen Röhrenverstärker zu spielen, sind heute immer mehr Mischgeräte aus Röhren und Transistoren und – sehr weit verbreitet – digitale Modelle, die virtuell alle möglichen Verstärkertypen abbilden können, im Einsatz. Wofür man sich letztendlich entscheidet, ist eine reine Geschmacksfrage.

Sound

Der wohl beliebteste Klang von Gitarrenverstärkern wird als „Distortion“ oder „Overdrive“ bezeichnet. Er zeichnet sich durch eine starke Verzerrung aus, die ursprünglich einmal durch eine Übersteuerung der Verstärkerelektronik (der Röhren) erzeugt wurde. Rockmusik ist ohne diesen speziellen Sound überhaupt nicht denkbar. Insbesondere Gitarrengrößen wie Hendrix oder Clapton haben diesen Sound mit geprägt. Ein guter Gitarrenverstärker liefert jeden gewünschten Distortion-Sound: von britisch aggressiv (alle Regler auf Rechtsanschlag!) bis sahnig weich (Gary Moore: „Still Got The Blues“ oder Santana) mit wenigen Höhen und vielen Mitten. Weiterhin sollten leicht angezerrte Klänge möglich sein wie man sie beispielsweise von den Rolling Stones kennt. Dazu gibt es entweder einen eigenen Kanal, der meistens mit „Crunch“ bezeichnet wird, oder dieser Klang wird dadurch erreicht, dass der „Distortion“-Kanal mit weit zugedrehtem Gain-Poti benutzt wird. Eventuell sollten Sie den Händler bitten, diese Sounds für Sie einzustellen. Einen „Clean“-Kanal hat eigentlich jeder Verstärker, und fast alle Verstärker produzieren gute unverzerrte Klänge. Eine einfache Klangregelung mit mindestens einer Einstellmöglichkeit für Bässe und Höhen gehört ebenso mit dazu wie ein Halleffekt (entweder durch Federhall oder in digitaler Form). Auf Effekthascherei sollte jeder Gitarrist verzichten. Das mag beim Spiel allein noch gut klingen. In einer Band setzt sich so ein Gitarrensound jedoch kaum durch. Etwas Hall, eventuell ein kurzes Echo, und „that’s it“. Bietet der Gitarrenverstärker einen Effektweg, können später noch externe Effektgeräte eingeschliffen werden. Sehr beliebt sind hier die günstigen „Tretminen“ der Firmen BOSS und IBANEZ, die den Verstärker durch unterschiedlichste Effekte und Klänge erweitern können. Günstige und gute Verstärker bekommt man von MARSHALL, FENDER, HUGHES & KETTNER und LINE6. Der Verstärker sollte in seiner Leistung nicht zu schwach sein, damit er sich auch im Bandgefüge noch durchsetzen kann. Mit 60 Watt kann man sich auch gegen laute Schlagzeuger behaupten.

Kabel

Oft vernachlässigt wird das Instrumentenkabel. Einige Händler geben gerne ganz großzügig dünne Kabel hinzu, welche schon nach wenigen Tagen brüchig werden und dann den Spielspaß vermiesen. Es sollte in jedem Fall in ein gutes Instrumentenkabel investiert werden, welches nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz sein sollte. Sehr gute Kabel, die bei ordentlichem Umgang lange halten, bekommt man von den Firmen CORDIAL und KLOTZ. Wichtig ist, dass das Kabel nach dem Spiel wieder ordentlich aufgerollt wird (nicht über dem Arm aufrollen!). Dazu greift man ein Ende des Kabels mit einer Hand und wickelt dann das Kabel mit der anderen Hand locker in einem etwa 20 cm großen Radius so auf, dass es nicht verdrillt ist oder Schlaufen bildet. Mit den Fingern der Wickelhand kann man gegebenenfalls das Kabel seiner natürlichen Drillung entsprechend etwas drehen. Wichtig ist, dass bei Verknotungen oder Verdrillungen niemals feste am Kabel gezogen wird. Besser ist es, den verdrillten Teil gerade auf den Boden zu werfen und das Kabel an dem in der Hand befindlichen Ende wie eine Schlange hin und her zu schlackern, bis sich die Verdrillung gelöst hat. Nun kann ein neuer Aufrollversuch unternommen werden.

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