Bassverstärker kaufen...
Der tiefste Grundton eines viersaitigen Basses erreicht 41 Hz. Um
diesen auch bei hohen Lautstärken klar wiedergeben zu können,
wird eine entsprechend große Lautsprechermembran und ein
kräftiger Verstärker
benötigt. Viele Sonderangebote
kommen als Paket aus Billig-Bass und Mini-Combo daher, die
enttäuschende Klangerlebnisse bescheren. Mögen sie als
Übungsset für zu Hause noch ausreichen, sind sie für die
Schule im Zusammenspiel mit anderen Instrumenten (insbesondere einem
akustischen Schlagzeug) vollkommen ungeeignet. Unter Combo versteht man
die Kombination aus Verstärker und Lautsprecher in einem
Gehäuse. War dies früher eher das Metier von Gitarristen,
gibt es mittlerweile auch viele auch im Bandkontext brauchbare
Bass-Combos. Empfehlenswert sind Membran-Größen von 10 Zoll
bis 15 Zoll. 10- Zoll-Membranen liefern einen eher schlanken Sound mit
klaren oberen Mitten und vielen Höhen. 15-Zoll-Membranen hingegen
erzeugen einen druckvollen Sound mit vielen Bässen und Tiefmitten.
Durch geschickte Gehäusekon-struktionen können jedoch auch 10
Zoll-Membranen erstaunlich tiefe Töne erzeugen. Der Schall wird
hier nicht nur direkt abgestrahlt, sondern der rückwärtige
Schall wird durch akustische Röhren innerhalb des Gehäuses
laufzeitkorrigiert nach außen geführt (Bassreflex-Prinzip).
Durch die Resonanzfrequenz des Gehäuses kann zusätzlich der
Frequenzgang nach unten erweitert werden. Wichtig ist, dass die
Verstärkerleistung nicht zu gering ist, damit genügend
Reserven für das Spiel mit einer Band zur Verfügung stehen.
Während Gitarrenverstärker auch mit 15 Watt bereits einen
Höllenlärm erzeugen können, sollte ein Bass-Combo
mindestens 60 Watt, besser aber 100 Watt oder mehr besitzen.
Empfehlenswerte Combos mit gutem Preis-Leistungsverhältnis gibt es
von Hartke (Kickback 10 und Kickback 15), Warwick (Sweet 15) und
Gallien Krueger (Backline-Serie). Auch Traditionsfirmen wie Fender
haben brauchbare Bass-Combos im Programm.
Ein guter Combo verfügt über eine vernünftige und
rauschfrei arbeitende Klangregelung (Bässe, Mitten, Höhen).
Auf Effekte kann verzichtet werden. Das Signal eines Basses wird selten
verhallt. Chorus oder Flanger klingen bei verschiedenen Musikstilen
schön, sind aber in besserer Qualität als Fußpedal
erhältlich (Boss, Ibanez etc.). Sinnvoll kann ein integrierter
Kompressor/Limiter sein. Hiermit werden Lautstärkeunterschiede
zwischen den tiefen und hohen Saiten ausgeglichen sowie Pegelspitzen
vermieden. Der Bass klingt komprimiert druckvoller und fügt sich
besser in den Gesamtklang einer Band ein.
Viele Combos verfügen über einen symmetrischen DI-Ausgang,
über welchen das Bass-Signal per XLR-Kabel (Mikrofonkabel)
ausgegeben und zu einer Beschallungsanlage geführt werden kann.
Dies ist sehr praktisch, da das den späteren Kauf einer externen
DI-Box erspart. Für die Schule ist dieses Feature aber nicht
relevant, sofern nur im Klassenraum musiziert wird.